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D-Rolf erkennt trotz des verschneiten Hafens Visionen
und kommentiert, daß „es bereits abenteuerlich sei, erst
einmal nach Kamp zu fahren“. Und er meint mit einem
Augenzwinkern: „Südafrika kennt jeder, aber wer kennt
schon Kamp!“ Sein Slogan soll diesmal sein: „Wir starten
schon dort, wo andere niemals hinkommen.“ Für seinen
Rallye-Start sucht
D-Rolf übrigens noch
händeringend einen Trabant-Kombi. Wer ein solches
Exemplar abgeben will, kann sich gerne mit dem
begeisterten Trabi-Fahrer über die Internet-Seite
www.D-ROLF.com in Verbindung setzen. Ein Trabi ist
für die Weltreise vorhanden, der zweite fehlt noch. Man
wolle mit zwei Trabis und drei Fahrern die Strecke bis
nach Kapstadt zurücklegen.
Das ostdeutsche Original aus
Halle steht bereits mit 12 Einträgen im Guinness-Buch
der Rekorde. Immer wieder läßt er sich Neues einfallen,
um den Osten Deutschlands bekanntzumachen. Der Kamper
Hafenverein steht hinter diesem Vorhaben und wird weiter
mit D-Rolf in Verbindung bleiben. Auf der jüngsten
Mitgliederversammlung am Freitagabend erklärten die
Vereinsmitglieder, daß sie diese Aktion mit
Drehorgel-Rolf unterstützen. Doch vorerst will sich der
Hafenverein um weitere Veranstaltungen im Jahre 2005
kümmern. So wird es am Ostersamstag wieder ein
Osterfeuer im Hafengelände geben. Weiterhin soll das 4.
Kamper Hafenfest am 8. und 9. Juli stattfinden. Außerdem
steht ganz oben auf der Terminplanung der Kamper die
Vorbereitung auf das zehnjährige Vereinsjubiläum im
August diesen Jahres. Neben einem Konzert am Vorabend
des Jubiläums wird eine gemeinsame Schiffstour
organisiert. Vereinschef Siegfried Henck ist besonders
darüber erfreut, daß der Hafenverein nicht alleine
dasteht, sondern daß sich im Laufe des vergangenen
Jahrzehnts Helfer, Sponsoren und Sympathisanten gefunden
haben, um den Verein bei seinen Aktionen zu
unterstützen.
Entdeckungsreise
Kamp. Der Kamper Hafen liegt
idyllisch am Peenestrom und ist eine Augenweide für
Wassersportler und Touristen aus nah und fern.
Eingebettet in das Naturschutzgebiet Anklamer Stadtbruch
und mit dem herausragenden Denkmal - historische
Karniner Brücke – bietet der Hafen durchaus seine Reize.
Nicht immer war der Kamper Hafen ein solider
Anziehungspunkt für Wassersportler. Noch vor zehn Jahren
ragten marode Kaianlagen aus dem Wasser, gab es in dem
verschlafenen Örtchen kaum Leben. Doch nachdem am 5.
August der Hafenverein Kamp ins Leben gerufen wurde, hat
sich hier am Peenestrom viel getan. Für die 30
Vereinsmitglieder um den Vereinsvorsitzenden Siegfried
Henck ist das Gründungsjubiläum gegenwärtig ein Grund,
in die Chronik zu schauen. Am 5. August 1995 fanden sich
vierzehn Interessenten zusammen, um einen Verein zu
gründen, der es ihnen ermöglicht, ihrem Hobby weiterhin
zu frönen. Die Gemeinde Bugewitz suchte damals einen
Betreiber für den kleinen Hafen. Die gesamte Hafenanlage
mußte gepflegt und erhalten werden, sie benötigte eine
Rundumerneuerung.
Inzwischen haben die
Vereinsmitglieder in zahlreichen Arbeitseinsätzen, die
sie satzungsgemäß jährlich absolvieren, ein Kleinod aus
dem Hafen gemacht, das mit jeder Anlage in
Mecklenburg-Vorpommern niveaumäßig mithalten kann.
Fördermittel des Landes M-V, des Kreises Ostvorpommern
und der Gemeinde Bugewitz unterstützten außerdem den Bau
eines Wasserwanderrastplatzes für Touristen aus nah und
fern. Die Kamper bauten sich einen Kran und eine
Slipanlage, um die Boote ordnungsgemäß ins Wasser zu
bringen bzw. aus dem Wasser zu holen. Später dann
konnten sie von der Sparkasse Anklam einen ausgedienten
Bürocontainer übernehmen und ihn als Vereinsheim
umbauen. In zahlreichen Stunden pflegten sie die
Außenanlagen und jeder kann sich heute vom gepflegten
Zustand der Anlagen überzeugen. Da die Kamper nicht im
eigenen Saft schmoren wollen, sondern gesellig sind,
organisierten sie zahlreiche kulturelle und musikalische
Veranstaltungen. So wird in diesem Jahr bereits das 4.
Kamper Hafenfest vorbereitet. In den Jahren zuvor kamen
rund 1000 Besucher an den Peenestrom, um das maritime
Flair im Hafen zu genießen. Zahlreiche Überraschungen
sind vorgesehen, um den 8. und 9. Juli 2005 erneut zu
einem Anziehungspunkt für Vereinsmitglieder, für
Sympathisanten und Gäste zu gestalten.
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